Die Teilnehmerinnen wurde am Ende des Kurses von mir befragt. Die Aufzeichnungen sind Mitschriften von aufgenommenen Interviews.
Nicht alle Teilnehmerinnen äußerten sich aus Datenschutzgründen. Manche Namen wurden mit Absicht geändert.
- Magst du dich kurz vorstellen? (Vorname und was dir zu dir wichtig ist)
- Sarah, ich bin Künstlerin, ich male gerne, ich mache Installationen.
- Jutta, ich seit einem halben Jahr im Ruhestand. Ursprünglich bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin gewesen und hatte eigentlich sehr wenig Zeit zum Malen. Aber seit ungefähr acht Jahren habe ich mein Hobby wiederentdeckt und nutze natürlich alle Möglichkeiten, um mich zu vervollkommnen.
- Susanne, ich male seit einigen Jahren sehr gerne, seitdem ich im Ruhestand bin, male Aquarell und zeichne sehr gern.
- Doris, ich mache den Aktzeichenkurs bei Katrin.
- Wie bist du auf dieses Angebot, eine Malreise nach Querceto zu machen, gekommen?
- Sarah: Die Toskana hat mich immer interessiert. Ich finde die Natur und Landschaften schön. Durch eine Freundin bin ich auf diese Gelegenheit gekommen.
- Jutta: Ja, ich hatte Katrin bei einem Aktzeichnen-Malkurs bzw. –termin kennengelernt. Und da haben wir darüber gesprochen. Und da bin ich auf diese Malreise gestoßen.
- Susanne: Ja, ich kenne Katrin Seifert von Aktzeichnen für alle in Potsdam. Dann war das in Diskussion, dass sowas stattfinden wird. Und das hat mich sofort begeistert.
- Doris: Ja, ich bekomme ja auch den Newsletter von Katrin. Da ist das auch beschrieben. Da habe ich erstmal geguckt. Sie hat das ja auch sehr gut beschrieben. Da habe ich mich spontan entschieden, diese Malreise mitzumachen.
- Hattest du in dieser Woche selber genügend Zeit zum Malen?
- Sarah: Ja, ich habe genügend Zeit zum Malen gehabt.
- Jutta: Ja, ich hatte die Woche gut Zeit zum Malen. Ich habe sogar in die Pausen hinein gemalt. Obwohl man auch Ruhepausen bräuchte. Und ich freue mich darüber, dass ich also auch wirklich die Zeit ausnutzen konnte.
- Susanne: Ja, auf alle Fälle, das sind ja morgens drei Stunden und nachmittags nochmal. Das war ausreichend für mich.
- Ja, für mich war es auch ganz wichtig, dass es zwischen den zwei Malblocks am Tag auch genügend Zeit war, sich zu entspannen. Wenn man mobil ist, auch mal was zu unternehmen oder sich einfach mal aufs Ohr zu hauen.
- Doris: Auf jeden Fall. Und deswegen habe ich mich auch entschlossen, dies zu machen, weil ich hier ungestört sechs Tage malen kann, ohne abgelenkt zu werden – in einer tollen Umgebung.
- Wie zufrieden bist du mit dem, was du geschaffen hast?/Auf was bist du stolz?
- Sarah: Ich bin sehr zufrieden. Ich konnte mich konzentrieren. Ich konnte das machen, was ich in Berlin nicht schaffe. D.h. Konzentration, mehr Zeit, mehr Details. Da bin ich eigentlich sehr zufrieden.
- Jutta: Ja, ich bin ganz zufrieden. Weil mit Aquarell habe ich bisher immer etwas gefremdelt. Ich glaube, ich habe jetzt auch mit Monotypie, also in Schwarz-Weiß, also mit einer Farbe gearbeitet. Und ich glaube, das gefällt mir sehr gut.
- Susanne: Ja, das ist immer unterschiedlich, wie man so drauf ist. Ich wäre lieber besser mit den Aquarellfarben klargekommen. Aber ich weiß, dass ich das schon lange nicht mehr gemacht habe. Dafür bin ich mit den Zeichnungen ganz zufrieden. Vor allem sind hier ja viele Gebäude und Landschaften. Das ist so gar nicht, was ich sonst mit Katrin so mache. Wir malen ja figürlich und Akt. Ja, mit den Zeichnungen bin ich zufrieden.
- Doris: Ja, wir machen ja hier Aquarell. Muss man nicht, aber das ist das Hauptangebot. Und da ich sehr selten Aquarell bisher gemacht habe. Habe ich gedacht, ich versuche es dann doch noch mal. Ja, ich bin einfach stolz, dass ich dran geblieben bin und werde auch weiter dran bleiben. Mal sehen, ob ich da weitermache.
- Wie hilfreich waren die Anleitungen/das Feedback von Katrin?
- Sarah: Da ich sehr lange male, war es für mich eine Wiederholung, die mir gut getan hat.
- Jutta: Die Feedbacks und Anleitungen fand ich sehr gut. Sie hat doch aufgrund ihrer Ausbildung uns als Hobbymaler viele Tipps geben können zu Dingen, die wir vorher nicht wussten.
- Susanne: Ich fand es für mich eine vielfach sehr gute Wiederholung und Überblick. Wichtig war natürlich, dass man sie situativ zu jeder Zeit alles fragen kann und sie individuell auf einen eingeht. Das war für mich das Hilfreichste.
- Doris: Ja, sehr hilfreich. Sie hat sich sehr gekümmert, alle Fragen beantwortet. Und damit war ich rundrum zufrieden.
- Was war dein persönliches Highlight im Programm?
- Sarah: einmal im Pool schwimmen gehen.
- Jutta: Mein persönliches Highlight war dieses Castello Querceto. Ich habe noch nie in solchen Räumlichkeiten, in so einem alten, schlossähnlichen oder burgähnlichen Ambiente mehrere Tage verbracht.
- Susanne: Also das persönliche Highlight war der Ort hier, die Umgebung, mit sehr, sehr vielen Möglichkeiten zu malen – im Kleinen wie im Großen, oder die ganze Landschaft, neudeutsch, die Lokation.
- Doris: Mein persönliches Highlight war das Abendessen und das Frühstück am nächsten Morgen, da hat man sich vorgestellt und kennen gelernt. Das ist mein persönliches Highlight außerhalb der Malpraxis.
- Querceto ist mit Flugzeug, Zug, Taxi, Shuttle, Auto erreichbar. Wie bist du hergekommen?
- Sarah: Wir sind mit eigenem Auto gefahren.
- Jutta: Ich bin mit dem Auto hergekommen, weil wir vor und nachher diese Malreise in Italien noch abrunden wollen.
- Susanne: Ja, ich war jetzt, ohne dass ich das von vornherein gehofft hatte, in einer sehr privilegierte Lage, dass ich individuell mit Auto anreisen konnte und sogar mit Chauffeur (mein Sohn). Ansonsten wäre ich geflogen (aus dem Raum Frankfurt) bis nach Pisa, hätte mir dann auch einen Leihwagen genommen. Es lohnt sich der Leihwagen, denn so kann man abends mal sich die schöne Gegend angucken. Oder sich mit Leuten für einen Leihwagen zusammentun. Die Gegend ist auf alle Fälle sehenswert.
- Doris: Ja, ich habe mich entschieden, weder mit eigenem Auto zu fahren, noch eines zu mieten. Ich habe mich ins Flugzeug gesetzt Richtung Pisa und wurde dann nach Absprache von einer Mitteilnehmerin mitgenommen. Jetzt, auf dem Zurückweg gibt es einen Shuttle-Service, der mich bis Cecina bringt. Von dort fahre ich mit dem Zug bis nach Pisa und fliege mit dem Flugzeug zurück.
- Allein oder mit Partner?
- Sarah: Mit meinem Mann.
- Jutta: Ja, ich bin mit meinem Mann gekommen.
- Susanne: Mit meinem Sohn.
- Doris: Allein
- Gab es genügend Möglichkeiten für deinen Partner?
- Sarah: Mein Mann ist leidenschaftlicher Fahrradfahrer. Er war von morgens bis abends unterwegs. Es hat ihm landschaftlich sehr gut gefallen.
- Jutta: Mein Mann findet das hier auch ganz toll. Er ist passionierter Radfahrer und erkundet die Gegend mit seinem Fahrrad.
- Susanne: Ja, das ist natürlich auch eine sehr individuelle Frage. Der muss nicht bespaßt werden. Für ihn war wichtig, dass es hier W-LAN gibt – als IT.ler. Durch den Pool und die Natur gibt es auch viele Möglichkeiten. Und auf jeden Fall, wenn man mobil ist, z.B. einfach mal ans Meer zu fahren.
- Würdest du, wenn du könntest, wieder mitmachen (oder diese Reise empfehlen)?
- Sarah, ich würde die Reise empfehlen, wenn ich Zeit habe, würde ich nochmal hierher kommen
- Jutta: Ja, ich würde die Reise noch einmal wiederholen, vielleicht in ein paar Jahren. Und empfehlen kann ich sie auch.
- Susanne: Ja, ich würde auf jeden Fall hier in diese Gegend fahren. Ich würde auch gern nochmal mit Katrin malen. Allerdings jetzt vielleicht in einem größeren Abstand. Das würde ich gar nicht ausschließen. Und empfehlen auf jeden Fall.
- Doris: Ja, auf jeden Fall. Das andere Highlight ist hier natürlich die Umgebung und die Burg und der Erholungsfaktor. Ich würde auf jeden Fall für mich gerne wieder mitmachen. Es passt sehr gut zu mir.