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Herzlich willkommen zum kimagesKunst-Sonder-Newsletter #S2
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Nr. 21/S2 - Ausgabe 12/2025 - vom 15. Dezember 2025 |
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Frau kimages Kunst+Coaching! |
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(c) Während der Finissage am 14.09.25 (v.l.n.r. Frau Prof. Dr. Hanna Löhmannsröben, Vors. des Gemeindekirchenrates, Karin Schneider, Kuratorin, Katrin Seifert, Künstlerin)
Liebe Besitzerin, lieber Genießer von meiner Kunst,
einmal im Jahr, so habe ich es versprochen, melde ich mich bei Ihnen/dir, um zu berichten, wie das Jahr auf meine Kunst bezogen verlaufen ist.
Es war für mich DAS Ausstellungsjahr. Warum? Das verrate ich weiter unten.
Ich wünsche Ihnen/dir noch schöne Advents- und Weihnachtsstunden und natürlich einen guten Rutsch ins neue Jahr, das uns mit offenen Armen voller Kreativität empfängt! 🎆
Ihre/Deine Katrin Seifert |
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Sicht auf die Kunst als Beruf
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(c) Katrin Seifert: Ausflug in den Garten der Villa Schöningen zum Plein Air-Malen
Das Kunst- und Kreativhaus Rechenzentrum, in dem ich mein Atelier 108 habe, war immer wieder gefragt. Delegationen gaben sich die Klinke in die Hand.
Vor Kurzem besuchte auch eine Abordnung aus der Stadtverwaltung Potsdam mein Atelier:
"Sind Sie vollberuflich selbständig?" fragte mich ein Besucher. - "Ja." - "Dann stehen Sie also jeden Tag im Atelier und malen?" konstatierte er.
Ich wunderte mich nur. Da hat jemand überhaupt keine Ahnung von der Realität von KünstlerInnen!
Bilder werden verkauft, reichen aber nicht zum Lebensunterhalt. Also arbeiten wir in den verschiedensten Bereichen.
So
- stelle ich aus (meist unbezahlt bzw. sogar draufgezahlt) - z.Zt. läuft in der SLB Potsdam "Erzähl-Galerie unterwegs #07"; wir hatten eine wunderbare Vernissage!,
- organisiere Aktzeichnen für alle 2-3x im Monat, inzwischen auch Anatomiestunden (vor den Samstagstreffen), halte Vorträge (Bezahlung oft freiwillig),
- bin auch Kuratorin für Ausstellungen - so 2025 für "KI vs. Kunst" und "Körperpoesie. 8 Jahre Aktzeichnen für alle im RZ",
- konzipiere Kurse - z.Zt. läuft noch "Farbenfrohe Entfaltung mit wasservermalbaren Ölfarben" in der VHS, gebe KunstCoaching-Stunden,
- beantrage Förderungen - z.Zt. läuft "Das Spiel mit unseren Erinnerungen" im Rahmen des Kultur-Winters Potsdam zusammen mit meiner Kollegin annhoff, arbeite auch sehr viel ehrenamtlich, denn Kunst und Kultur brauchen Unterstützung -
- letzter Coup: Organisation des KunstSchnees - unser RZ-Weihnachtsmarkt -,
- gehe auf Netzwerkveranstaltungen.
Ab und zu, aber äußerst selten, biete ich was auf einem Markt an. Ich bin nicht so die Marktgängerin.
Und fast die übrige Zeit sitze ich am PC und organisiere, entwickle mein Marketing, denn Kunst will gesehen werden!
Die geringste Zeit bin ich dadurch im Atelier.
Diese existenzsichernden Maßnahmen sind einerseits gut, andrerseits fehlen diese Zeiten natürlich bei der eigentlichen Arbeit, dem Kunstschaffen.
Wer mehr zur Arbeit einer KünstlerIn in heutigen Zeiten wissen möchte, findet hier was. |
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Nett, wie sich der Barmer-Mitarbeiter, als er meinen Beruf sah, zurücklehnte und meinte: "Sie haben es gut! Sie können die ganze Zeit an der Staffelei stehen und vor sich hinpinseln...!" |
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Drei Schwerpunkte in der künstlerischen Arbeit
1. Strukturmalerei
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© Katrin Seifert: Durch die Jahrzehnte. Acryl, Tusche, Tinte auf Japanpapier auf Leinwand, 50x70 cm, 2025 (1.540,00 € o.R.)
In meiner künstlerischen Arbeit gibt es (immer noch) drei Schwerpunkte:
- Strukturmalerei mit Japanpapier
- Fresko secco
- Wand- und Illusionsmalerei
Das oben gezeigte Bild hat neben der Strukturmalerei noch weitere Medien mich ausprobieren lassen: Tusche und Tinte, was mir großen Spaß machte.
Dies Bild entstand als Wettbewerbsarbeit für die Sparkassenstiftung Karlsruhe, die seit 50 Jahren Kunst-Ausstellungen als Ausschreibung organisierte.
Mit meinem Bild wollte ich nachvollziehen, wie die KünstlerInnen seit den 70er Jahren arbeiten und welche Stilrichtungen bzw. Technikeinflüsse dazu kamen. Ich stellte mir immer wieder die Frage: Und wie soll es in Zukunft aussehen, voll technisiert - Stichpunkt: KI? Nein! Da sträubte sich was in mir. "Zurück zur Natur!" rief es. Also konstruierte ich als Zukunftsversion eine Ausstellung mit gläsernem Dach, durch das die Natur zu sehen sein wird.
Leider wurde meine Arbeit nicht genommen. Es ist also noch zu haben...
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(c) Katrin Seifert: Pompeji XVI. Römische Bäder mit Liebesspiel. Fresco secco, 120x90 cm, 2025, (2.940,00 € o.R.)
Die meisten Bilder sind in diesem Jahr entstanden, weil ich einer kommenden Ausstellung noch einen neuen Touch geben wollte. Schon lange beschäftigte ich mich mit den Parallelen zwischen Pompeji/Rom und Potsdam. Viele architektonische Kleinode in meiner Wahlheimat sind auf Entdeckungen in Pompeji & Co. zurückzuführen.
So begegnete mir der "Tanzende Faun" im Casa di Satrii als alter Bekannter. Kaum in Potsdam zurück lief ich zu den Römischen Bädern. Und tatsächlich, da stand eine Replik im Garten!
Seitdem hatte ich mir vorgenommen, diesen Kerl mal zu malen. In 2025 gelang es mir endlich, so dass ich ihn in der Golmer Sommerausstellung in der Neuen Kirche in Golm zeigen konnte. |
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(c) Katrin Seifert: Tanzender Faun in den Römischen Bädern, Fresco secco aL, 60x80 cm i.R., 2025
"Der ist bestimmt zuerst weg!" meinte eine Besucherin. Nein, ist er nicht 😀. Er ist noch zu haben: 2.128,00 € (inkl. Holz-Rahmen, der auch in einer gewünschten Farbe bemalt werden kann; z.Zt. in Lasurgelb).
Auch die Römischen Bäder reizten mich. Doch hier war die Herausforderung, dass dies seit ewig schon eine Baustelle, der Boden aufgerissen ist und die Wandbilder restaurierungsbedürftig sind. Also interpretierte ich.
Da mir aber die Römischen Bäder zu "nackt" vorkamen, malte ich noch eine Liebesszene rein: Ein Satyr bezirzt eine Mänade, die sich darauf einlässt (Haus der Epigramme). Die Sexualvorstellungen der Römer waren damals ganz andere als unsere heutzutage. Für sie bedeutete Sexualität Glück und Reichtum. Man ließ sich solche Szenen an die Wohn- und Versammlungszimmerwände malen, um zu demonstrieren: Mir geht es gut! Du kannst mit mir beruhigt Geschäfte machen.
Die Römischen Bäder zu malen stellten mit ihrer Perspektive eine besondere Herausforderung dar.
Zur Ausstellung in der Urania Potsdam konnte ich das neue Gemälde zeigen (Sept./Okt. 25). (s.o.) |
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(c) Katrin Seifert: Engel 1-4 nach Melozzo da Forlì: Musizierende Engel, Kirche der Hl. Apostel, Rom, Fresco secco, je 30c30 cm, 2025 (je 696 €)
Das war's dann schon fast mit meinen Fresken. Wenn mir nicht gegen Jahresende diese himmlischen Wesen entgegengeflattert wären. Mich begeisterte deren Individualität, die Melozzo da Forlì um 1475 geschaffen hat.
Und so kam ich auf die Idee, einen Weihnachtsengel-malen-Kurs anzubieten.
Übrigens, wussten Sie, dass die heutigen Engel auf den Götterboten Hermes zurückzuführen sind? Hermes galt als der Frohe-Botschaft-Verkünder. Und so dienen heute die Engel auch noch als Glücksymbol.
Wenn Sie im Freundes- oder Kollegenkreis Engel malen wollen, kommen Sie auf mich zu! Dieser Preis ist unschlagbar im Vergleich zum "normalen" Fresco secco-Kurs!
Mein Lieblingsengel ist der unten links, dann folgt der "freche Engel" (oben links).
Welcher Engel ist Ihr Liebling? Mögen Sie es mir verraten? |
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3. Wand- und Illusionsmalerei
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(c) Katrin Seifert: KI vs. Kunst, Acryl, Tusche aL, 50x50 cm, 2025
Besonders spannend gestaltete sich die Organisation der Ausstellung von crossart international im Rechenzentrum im Juli 25: "KI*** Kunst vs. Intelligenz". Elf KünstlerInnen aus der ganzen Bundesrepublik hatten sich zusammen gefunden, um ihre Statements schriftlich und bildlich zum Thema: In wieweit nutze ich KI zur Erschaffung von Kunst? abzugeben. Was macht das mit meiner Kunst? Die Positionen waren sehr unterschiedlich. Als Kuratorin organisierte ich auch die Vernissage und alles drumherum.
Unsere Ausstellung kam sehr gut an. Eine Besucherin meinte: "Diese Ausstellung müsstet ihr im "Haus am Wannsee" zeigen!
Mein Bild entstand in Auseinandersetzung mit diesem Thema. KI nutze ich eher als "Coach", als "Gesprächspartner", um visuelle Ideen, die ich habe, zu diskutieren. Eher dient mir KI, um noch an Ausstellungsbeschreibungen zu feilen. |
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2025 - mein Ausstellungsjahr
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(c) Katrin Seifert: Blick in die Ausstellung "Spaziergang durch Sanssouci", Ratswaage Lankwitz, 03.08.25
Das Ausstellungsjahr war vielfältig und bunt.
So führte es mich zuerst nach Hatten in Niedersachsen, wo ich mal wieder mein Triptychon "Wenn die Masken fallen" zeigen konnte. Dann schloss sich daran die wunderbare Ausstellung auf der Freundschaftsinsel an (April). Der Freundeskreis hatte zur Eröffnung der Saison die Ausstellung "Pompeji - Potsdam - Porzellan" u.a. mit meinen Fresken organisiert. Sie war super gut besucht.
Fast nahtlos schloss sich der Tag der offenen Ateliers und die Ausstellung "Körperpoesie. Acht Jahre Aktzeichnen für alle im RZ" an. Seit 2017 existiert das Aktzeichnen, später auch Aktmalen im RZ und zusätzlich seit zwei Jahren in der Villa Schöningen. Da wir nicht wussten (und bisher immer noch nicht wissen, ob es auch nach dem 10. RZ-Jahr weitergeht, kuratierte ich diese Ausstellung mit 14 TeilnehmerInnen jetzt schon).
"Die drei Grazien" (1.960,00 €) zeigte ich bei der "Körperpoesie", erst am Eröffnungstag Mitte Mai in der Neuen Kirche Golm konnte ich sie als letztes Bild nun in der Sommerausstellung Golm auch aufhängen. Das war meine größte und längste Ausstellung in diesem Jahr. Ich bemühte mich, alle 2-3 Wochen vor Ort zu sein. So konnte ich mit BesucherInnen der Ausstellung in der Kirche auch reden.
Ich danke an dieser Stelle noch einmal dem ehrenamtlichen Betreuerteam, denn es war für mich eine wunderbare Atmosphäre. Meine Fresco secco-Bilder hätten sich keine bessere Umgebung als die Backsteine einer ehrwürdigen Kirche, die auch noch so liebevoll restauriert wurde, wünschen können! |
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©Katrin Seifert: Die drei Grazien. Fresco secco, 60x80 cm, 2024 (1.960,00 €)
Aber es ging noch weiter.
Bereits Anfang August eröffnete ich in der kleinsten Immobilie Berlins, der Ratswaage Lankwitz (22qm), eine weitere Sommerausstellung und zeigte mit meine Strukturbildern einen "Spaziergang durch Sanssouci" .
Nun folgte ein paar Tage später meine Ausstellung in der Urania Potsdam "Wilhelm Foerster" e.V.. Auch dort fand ich die Umgebung so schön und wollte seit Langem dort ausstellen. Denn im Versammlungsraum gibt es freigelegte Backsteine an der Wand, zu denen meine Fresco secco-Bilder immer wunderbar passen.
Mein Vortrag über Pompeji und Co. ergänzte die Ausstellung.
Parallel zu dieser Zeit startete auch eine Gemeinschaftsausstellung von KünstlerInnen aus dem RZ im Rondell des Potsdam Museums: "Der Kosmos unterm Atlas".
Aus Platzgründen zeigte ich mein kleineres Bild "Solnedgang. Hoffnung", das eine Szene aus dem Corona-Sommer 2020 in Dänemark einfing.
Den Schluss bildet nun die bereits oben erwähnte "Erzähl-Galerie unterwegs #07. Meine Gedanken und mein Gesicht erzählen vom Frieden". Es gab in der SLB Potsdam (Stadt- und Landesbibliothek) mit Unterstützung der MiMaMu Brandenburg (Mit-Mach-Musik) eine wunderbare Vernissage. Sie läuft noch bis 16.01.26 und ist während der Öffnungszeiten zu besichtigen.
Wenn auch Sie einen Ort wüssten, wo wir diese Wanderausstellung zeigen können, kommen Sie gern auf mich zu! |
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Mein persönliches Highligth
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(c) Cristina Sannazzaro: Querceto, Drohnenbild
Während ich im Frühjahr in der Neuen Kirche Golm gerade die Ausstellung absprach, klingelte mein Telefon. Ich sah eine italienische Nummer und ging nicht ran. Doch zu Hause fand ich ebenfalls eine Email vor: Wir haben Sie auf verschiedenen Kanälen zu erreichen versucht...
Das Castello Ginori di Querceto wollte tatsächlich Kontakt zu mir aufnehmen. Sie schickten mir malerische Bilder.
Es kam zu einem Telefonat. Sie fragten mich, ob ich nicht Lust hätte, dort bei ihnen im Bergdorf einen Malkurs zu veranstalten?
Also organisierten wir unseren Urlaub um und flogen kurzfristig hin. Wir wollten uns erst einmal ein Bild machen.
Es ist tatsächlich ein wunderbares toskanisches Anwesen mit Schloss und Weinkeller.
Neben dem Malen können auch PartnerInnen mitgebracht werden, die z.B. die Gegend als Radfahrparadies nutzen. 🚴🏼♀️🚵🏼♀️
🏰In der Nähe finden Sie Pisa, Volterra, Florenz...
Vielleicht haben ja auch Sie Lust, vom 17.-23.Mai 26 mitzukommen (oder die Reise - z.B. zu Weihnachten - zu verschenken.) Noch gibt es ein paar Plätze!
⇒Eine Anmeldung ist bis 31.01.26 möglich. Um über Ihr Wunschdomizil bestimmen zu können ist eine schnelle Anmeldung empfehlenswert. Es gilt die Reihenfolge der Anmeldung.
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(c) Katrin Seifert: 3. Advent zu Hause, 14.12.25
Viele Aktivitäten bestimmten meinerseits das Jahr 2025. Ich baute auch meine Kunstschule aus, lernte interessante Menschen dadurch kennen. Privat im Atelier 108 oder in der VHS Potsdam. Momentan läuft noch der Kurs zur Malerei mit wasservermalbaren Ölfarben. Wir hoffen, dass wir ihn nächstes Schuljahr fortsetzen können.
Das Lehren ist mein Ding. Ich gebe gern Wissen weiter.
Zum Glück habe ich mit meiner Kollegin annhoff zum Ende des Jahres im Rahmen des Kulturwinters Potsdam auch eine Förderung der Landeshauptstadt Potsdam bekommen. So gestalten wir gerade mit SeniorInnen in Potsdam-Waldstadt Erinnerungscollagen.
Im Januar geht es weiter: Am 14.01.26 können in der SLB Potsdam ab 16:30 Uhr gemeinsam Leinwände bemalt werden.
Unterm Strich blieb also nicht viel Zeit fürs eigentliche Malen. Ich hoffe, dass es nächstes Jahr besser wird, denn ich konnte dieses Jahr viel verkaufen.
So wechselten:
- Garten an der Ostsee, Strukturbild
- Die Taube, Fresco secco
- Rosa Vogel, Fresco secco
- Rosa Pfau, Fresco secco
- Brunnen, Fresco secco
die BesitzerInnen.
Das ist ganz gut so, denn so muss ich mich nicht so sehr bei der Auswahl der Bilder im Sommer für die Petzower Kulturkirche (auch ein Schinkel-Bau) entscheiden. Aber da soll ja auch noch ein neues Bild hinzu kommen.
Doch keine Angst: Es gibt noch mehr! Das Depot ist voll. Haben Sie Interesse an einem Bild oder einer Präsentation, so melden Sie sich bitte! ☎️Tel.: 0172 3850674
Ich wünsche dir/Ihnen, dass Sie zum Durchatmen und mit neuen Kräften gut ins neue Jahr kommen! 🧑🏼🎄🍾🍷
Ihre/Deine Katrin Seifert |
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kimages Training+Kunst+Coaching | Katrin Seifert
Fichtestraße 3 | 14471 Potsdam
Katrin Seifert, kimages Training+Kunst+Coaching
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